Blockierter Signalweg

Forscher finden Depressions-Gen

AFP
1 Min

Rund vier Millionen Deutsche leiden nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums an Depressionen. US-Forscher haben nun ein Gen gefunden, das möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielt. Der Übeltäter könnte ein überaktives Gen in den Hirnzellen des Hippocampus sein, das einen Signalweg blockiert. Die in der Zeitschrift Nature Medicine publizierten Ergebnisse könnten nun zur Entwicklung von besseren Medikamenten für depressive Patienten beitragen.Die Forscher der Yale Universität wurden auf das Gen MKP-1 aufmerksam, als sie die DNA von 21 verstorbenen Menschen mit Depression mit dem genetischen Code von 18 Menschen ohne die psychische Erkrankung verglichen. Das Gen reguliert den Experten zufolge MAPK genannte Chemikalienströme im Gehirn, die grundlegend für die Funktion von Neuronen sind. Die Wissenschaftler schalteten bei Versuchsmäusen das Gen MKP-1 aus und stellten fest, dass die Tiere sehr stressresistent waren. Mäuse mit dem Gen hingegen entwickelten unter Stress depressionsähnliche Symptome. (AFP)DOI: 10.1038/nm.2219

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