Der Konzern BMW hat im zweiten Quartal einen heftigen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Münchner Autokonzern verdiente nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro – 35 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch der Umsatz sank deutlich, von 34 auf 31 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen mit.
Die Zahlen kommen nur einen Tag, nachdem ein Stellenabbauprogramm bekannt wurde. Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch noch drastischer. Das operative Ergebnis dieser Sparte sackte um mehr als 60 Prozent ab – auf 629 Millionen Euro.
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Autogeschäft trifft es noch härter als den Gesamtkonzern
BMW verdiente im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen als mit dem Bau von Autos. Der Hauptgrund für den Einbruch liegt in China. Der weltgrößte Automarkt hatte früher regelmäßig für sprudelnde Gewinne gesorgt. Inzwischen ist er für BMW – wie für die anderen deutschen Hersteller – zum Problemfall geworden.
Die Verkäufe brechen dort ein, während sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter verschärft hat. Im zweiten Quartal sackte der BMW-Absatz in China um fast ein Drittel ab.
Europa und die USA können diesen Rückgang bislang nicht ausgleichen. Damit fällt eine jahrzehntelang besonders profitable Gewinnstütze weg.
Schwerer Start für den neuen BMW-Chef
Der Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic äußerte sich direkt zur Lage: „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein.“ Ein Blick in den Rückspiegel zeigt, wie steil die Abwärtsspirale verläuft.
So entwickelte sich der Halbjahresgewinn der vergangenen Jahre:
- 2026: 2,9 Milliarden Euro
- 2025: 4,0 Milliarden Euro
- 2024: 5,7 Milliarden Euro
- 2023: 6,6 Milliarden Euro
Im Vergleich mit der Konkurrenz steht BMW beim Quartalsgewinn noch vor dem Erzrivalen Mercedes-Benz, der auf 1,09 Milliarden Euro nach Steuern kam. Volkswagen liegt mit 1,54 Milliarden zwar vorn, ist aber auch deutlich größer.
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