Skandale

Wie es dem Auslandsgeheimdienst BND nicht gelingt, Deutschland zu dienen

Von den Rosenholz-Dateien über Irak-Krieg bis NSA-Affäre: Fünf Skandale zeigen, wie der BND die Kontrolle verlor – und bisher oft eher US-Interessen als deutschen diente.

9 Min
Das Logo des Bundesnachrichtendienstes (BND): Schützt oder bedroht er die Interessen der Bundesrepublik?

Das Logo des Bundesnachrichtendienstes (BND): Schützt oder bedroht er die Interessen der Bundesrepublik?

© Hannibal Hanschke/REUTERS

„Wissen ist die notwendige Grundlage für Entscheidungen. Die Bundesregierung braucht fundierte Informationen, um vorausschauend handeln zu können. Hier beginnt die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes.“ So lautet die Eigenbeschreibung im aktuellen BND-Werbe-Clip. Es ist ein Satz, der Seriosität, Nüchternheit und staatspolitische Verantwortung ausstrahlen soll. Doch blickt man auf zentrale Affären der vergangenen Jahrzehnte, drängt sich ein anderer Eindruck auf: Der deutsche Auslandsnachrichtendienst war wiederholt weniger Lieferant verlässlicher Erkenntnisse als vielmehr Produzent politischer Risiken – und in entscheidenden Momenten anschlussfähiger an die Interessen der USA als an die der Bundesrepublik.

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