„Wissen ist die notwendige Grundlage für Entscheidungen. Die Bundesregierung braucht fundierte Informationen, um vorausschauend handeln zu können. Hier beginnt die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes.“ So lautet die Eigenbeschreibung im aktuellen BND-Werbe-Clip. Es ist ein Satz, der Seriosität, Nüchternheit und staatspolitische Verantwortung ausstrahlen soll. Doch blickt man auf zentrale Affären der vergangenen Jahrzehnte, drängt sich ein anderer Eindruck auf: Der deutsche Auslandsnachrichtendienst war wiederholt weniger Lieferant verlässlicher Erkenntnisse als vielmehr Produzent politischer Risiken – und in entscheidenden Momenten anschlussfähiger an die Interessen der USA als an die der Bundesrepublik.
Skandale
Wie es dem Auslandsgeheimdienst BND nicht gelingt, Deutschland zu dienen
Von den Rosenholz-Dateien über Irak-Krieg bis NSA-Affäre: Fünf Skandale zeigen, wie der BND die Kontrolle verlor – und bisher oft eher US-Interessen als deutschen diente.
9 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Das Logo des Bundesnachrichtendienstes (BND): Schützt oder bedroht er die Interessen der Bundesrepublik?
© Hannibal Hanschke/REUTERS
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*