KIRCHMÖSER/ERFURT. Thüringens früherer Innenminister Willibald Böck (CDU) soll bei einem in Kirchmöser ansässigen Tochterunternehmen der Bahn einen Millionenschaden verursacht haben. Das meldet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Demnach war Böck von 1993 bis 1996 Geschäftsführer der nahe Brandenburg (Havel) ansässigen Projekt-Entwicklung-Kirchmöser-GmbH. Deren Aufgabe sei die Vermarktung von rund 6,5 Millionen Quadratmetern Bahn-Liegenschaften in Kirchmöser gewesen. Nachdem die Eisenbahnimmobilien-Management GmbH (EIM) die Gesellschaft Ende 1996 übernommen und zahlreiche Verfehlungen Böcks festgestellt habe, sei die Bahn-Tochter EIM vom Bundesverkehrsministerium angewiesen worden, von Böck Schadenersatz zu verlangen. Laut "Spiegel" reichte die EIM nun bei einem Thüringer Landgericht eine Klage in Höhe von 3,8 Millionen Mark gegen Böck ein. Der CDU-Politiker, der jetzt Vorsitzender des Innenausschusses im thüringischen Landtag ist, wies die Vorwürfe dem Bericht zufolge als "Luftnummer" zurück. (AFP)
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