Polizeieinsatz

Bombe in Oranienburg gefunden: Sperrkreis eingerichtet – das müssen Anwohner jetzt wissen

In Oranienburg wurde eine Weltkriegsbombe gefunden. Anwohner müssen ihre Häuser verlassen. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

3 Min
In Oranienburg wurde ein Blindgänger gefunden.

In Oranienburg wurde ein Blindgänger gefunden.

© Sebastian Gabsch/imago

In Oranienburg ist erneut eine Bombe gefunden worden. Wie die Stadt mitteilte, wurde der Blindgänger in der Adolf-Damaschke-Straße 11 gefunden. Rund um den Fundort wurde ein Sperrkreis von 100 Metern eingerichtet. 

Am Montagmorgen mussten 53 Anwohner ihre Häuser verlassen. Sicherheitskräfte riegeln die Zone ab, Fachleute errichten aus Containern eine Schutzwand.

Was in der Adolf-Damaschke-Straße im Boden steckt

Der Fund gelang bei planmäßigen Sucharbeiten. In der Adolf-Damaschke-Straße wurde ein Bombenblindgänger im Boden entdeckt, wie die Stadt Oranienburg mitteilte.

Die Fundstelle liegt an der Adolf-Damaschke-Straße 11. Es handelt sich um ein städtisches, unbebautes Grundstück.

Entdeckt wurde die Bombe bei der systematischen Suche nach Kampfmitteln. Genau solche Suchen sind in Oranienburg keine Ausnahme, sondern fester Bestandteil der Sicherheitsvorsorge – und sie fördern regelmäßig neue Blindgänger zutage.

Sperrbereich mit 100 Metern Radius: Wer jetzt raus muss

Seit Montagmorgen gilt rund um den Fundort ein Sperrbereich. Sein Radius beträgt 100 Meter.

Am Morgen mussten 53 Anwohner ihre Wohnhäuser verlassen. Sicherheitskräfte kontrollieren seither die Zugänge zur gesperrten Zone.

In dem abgeriegelten Bereich liegen auch Wochenend- und Gartengrundstücke. Wer sich dort noch aufhält, soll den Sperrbereich umgehend verlassen. Die Stadt richtete den Appell ausdrücklich an alle Menschen, die sich noch innerhalb der Sperrzone befinden.

Warum eine Container-Wand um die Bombe entsteht

Rund um den Fundort baut die Stadt eine Splitterschutzwand aus Containern auf. Der Grund dahinter ist einfach: Sollte die Bombe unbeabsichtigt detonieren, sollen die Container Metallteile und Bombensplitter abfangen.

So will Oranienburg das Risiko für die Umgebung so klein wie möglich halten – eine Vorsichtsmaßnahme bei Funden in bewohnten Gebieten.

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Wann dürfen die Anwohner zurück?

Für die Anwohner gibt es eine klare Perspektive. Nach Angaben der Stadt sollen sie voraussichtlich bis Mittwoch wieder in ihre Wohnhäuser zurückkehren können.

Bis dahin bleibt der Sperrbereich bestehen, und die Kontrollen an den Zugängen laufen weiter.

Immer wieder Weltkriegsbomben in Oranienburg

Der Bombenfund in Oranienburg ist alles andere als ein Einzelfall. Die Stadt dokumentiert ihre Kampfmittelfunde seit Jahren öffentlich, und die Liste wird immer länger.

Wie systematisch das Problem ist, zeigt eine Zahl: Ein kleiner Blindgänger, der am 20. März in Germendorf gesprengt wurde, trug in der städtischen Zählung bereits die Nummer 234 seit 1990.

Ein weiterer Fund am Weg zur Biberfarm wurde als 224. Bombenblindgänger nach 1990 registriert. Die Funde reißen nicht ab. Dabei tauchen Bomben ganz unterschiedlicher Größe auf: von 50 Kilogramm über 250 bis zu 500 Kilogramm.

Besonders gefürchtet sind amerikanische Bomben mit chemischem Langzeitzünder. Erst im Juni musste im Mühlenbecker Weg im Ortsteil Lehnitz eine Weltkriegsbombe gesprengt werden. Am Inselweg in Lehnitz entschärften Experten eine 500-Kilogramm-Bombe amerikanischen Typs mit chemischem Langzeitzünder.

Auch die Forst Brandenburg lässt planmäßig nach Bomben suchen. Genau bei solchen Suchen kommen die Blindgänger ans Licht – so wie jetzt in der Adolf-Damaschke-Straße.

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