Der kriminelle Wochenrückblick

Bombenalarm in Kreuzberg und ein Schuss auf eine Neunjährige in Spandau

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter zieht wie immer seine eigene Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

Andreas Kopietz
2 Min
Das Polizeiaufgebot am Neuköllner Hermannplatz wurde immer größer. Dabei ging es nur darum, einen Schläger festzunehmen.

Das Polizeiaufgebot am Neuköllner Hermannplatz wurde immer größer. Dabei ging es nur darum, einen Schläger festzunehmen.

© Morris Pudwell

Aus einem Haus am Kreuzberger Mehringplatz warf am Sonntagabend ein 31-Jähriger Glasflaschen auf den Gehweg. Polizisten lokalisierten die Wohnung. Die Mutter des Mannes öffnete die Tür. Ihr Sohn war in einem Zimmer und rief durch die geschlossene Tür, er habe eine Schusswaffe und eine Handgranate. Die Polizisten zogen sich zurück und ließen dem SEK den Vortritt. Wegen der Handgranate durchsuchten Bombenspezialisten den Raum; das Haus und die beiden links und rechts angrenzenden Aufgänge wurden geräumt. Die angebliche Handgranate war eine Attrappe. Die Beamten fanden eine Schusswaffe, Patronen, einen Elektroschocker und einen Schlagring. Der Mann wurde in einem Krankenhaus  stationär aufgenommen

Warum bricht jemand bei einem Bestatter ein? Am Dienstagmorgen bemerkte der Gatte der Inhaberin eines Bestattungsunternehmens in der Hermannstraße einen Mann in den Räumen und wählte die 110. Die Polizisten sahen ein aufgebrochenes Fenster und trafen auf den 42-jährigen Einbrecher. Er hatte einen Taschenspiegel entwendet.

Eine weitere Verhaltensauffälligkeit gab es am Nachmittag in Spandau. Aus einem Fenster am Finkenkruger Weg schoss ein 34-Jähriger mit einer Federdruckpistole auf eine Neunjährige. Das Projektil verursachte ein Hämatom am Oberarm des Mädchens. Polizisten stürmten die Wohnung des betrunkenen Schützen. Sie fanden Schreckschusswaffen und Messer, die Tatwaffe und Munition. Nach der Vernehmung wurde er entlassen. Gegen 23 Uhr riefen Angehörige des Mannes die Polizei zu der Wohnung, da dieser randaliere und Suizid ankündige. Der Mann kam in eine Klinik.

Acht Polizisten waren in der Nacht zu Donnerstag nötig, um im U-Bahnhof Hermannplatz einen Mann zu bändigen, der wild um sich schlug. Er hatte zuvor einen Fahrgast angegriffen. Den Einsatz erschwert hatte der Umstand, dass sich eine Frau ohne Ahnung, um was es ging, mit dem Festgenommenen solidarisierte. Befürworter der Festnahme gerieten mit der Frau in Streit. Immer mehr Schaulustige strömten auf den Bahnsteig und zum Bahnhof. Wegen des Tumults mussten beide Fahrbahnen rund um den Hermannplatz gesperrt werden.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner