Charlottenburg

JVA Plötzensee: Häftling stirbt bei Brand in seiner Zelle

Bei einem Brand in der Berliner Justizvollzugsanstalt Plötzensee ist ein Insasse ums Leben gekommen. 38 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren rund zwei Stunden im Einsatz.

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Kurz nach 21 Uhr wurde die Feuerwehr Berlin zu einem Brand in einer Zelle in der JVA Plötzensee alarmiert. Für einen Häftling kam die Hilfe zu spät.

Kurz nach 21 Uhr wurde die Feuerwehr Berlin zu einem Brand in einer Zelle in der JVA Plötzensee alarmiert. Für einen Häftling kam die Hilfe zu spät.

© Axel Billig / Pressefoto Wagner

In der Justizvollzugsanstalt Plötzensee im Berliner Ortsteil Charlottenburg-Nord hat es am Mittwochabend gebrannt. Ein Insasse ist bei dem Feuer in seinem Haftraum ums Leben gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfrage der Berliner Zeitung.

Das Feuer brach nach Angaben der Berliner Feuerwehr gegen 21 Uhr in einer Zelle der Anstalt am Friedrich-Olbricht-Damm aus. Sowohl Insassen als auch Bedienstete bemerkten den Brand, lösten den Hausalarm aus und alarmierten die Feuerwehr, wie diese in einer Mitteilung erklärte.

Weitere Insassen rechtzeitig in Sicherheit gebracht

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte seien Flammen und Rauch bereits von außen sichtbar gewesen. Da sich der Insasse noch im Haftraum befunden habe, seien umgehend Rettungsmaßnahmen eingeleitet und parallel mit der Brandbekämpfung begonnen worden. Für den Mann ist jedoch jede Hilfe zu spät gekommen. Er habe nur noch tot aus der Zelle geborgen werden können.

Mehrere Häftlinge aus benachbarten Hafträumen seien bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr durch Mitarbeitende der Justizvollzugsanstalt in Sicherheit gebracht worden. Verletzt sei niemand von ihnen. Den Brand löschten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben zügig mit einem sogenannten C-Rohr, einem gängigen Löschschlauch. Eine Ausbreitung auf weitere Bereiche der Anstalt konnte verhindert werden.

Insgesamt waren 38 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit unter anderem fünf Löschfahrzeugen, einer Drehleiter sowie mehreren Rettungswagen rund zwei Stunden im Einsatz. Nach Abschluss der Löscharbeiten hat die Berliner Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Identität des Verstorbenen oder zu möglichen Hintergründen des Brandes wurden zunächst nicht gemacht.

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