Der Chef der Linkspartei, Jan van Aken, hat den Anschlag von mutmaßlichen Linksextremisten auf das Berliner Stromnetz verurteilt. „Diese Aktion ist total Panne, da ist sich die gesamte Linkspartei einig, dass das nicht richtig ist“, so van Aken in Berlin.
„Da sitzen jetzt Tausende Menschen allein im Dunkeln in ihren Wohnungen und frieren. Für mich ist linke Politik eine, die an der Seite der Menschen steht.“ Am Dienstagmorgen sind im Berliner Südwesten 27.800 Haushalte den vierten Tag in Folge ohne Strom. Auch über 1000 Gewerbe sind weiterhin von der Versorgung abgeschnitten.
Van Aken: Bei Katastrophenschutz wurde zu viel gespart
Van Aken zeigte sich zugleich verwundert, dass ein Kabelbrand ausreiche, so viele Menschen von der Stromversorgung abzuschneiden. Der Katastrophenschutz sei zusammengespart worden. Zudem verstehe er nicht, dass die Behörden nicht an den Türen aller Betroffenen einmal geklopft hätten, um zu sehen, ob alles in Ordnung sei. Lautsprecheransagen der Polizei allein reichten nicht, sagte er.
Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen ohne Strom.
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Berliner Südwesten nach Stromanschlag: „Die Täter nehmen bewusst in Kauf, dass Menschen mit Leib und Leben zu Schaden kommen“
In einem Bekennerschreiben reklamierte die linksextreme Vulkangruppe den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz für sich. Die Gruppe bezeichnete den Anschlag als „gemeinwohlorientierte Aktion“. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach bei einer Pressekonferenz am Montag von Linksterrorismus. Spranger sagte: „Der menschenverachtende Anschlag auf unser Stromnetz war kein Linksextremismus. Das war Linksterrorismus, das muss man klar so sagen.“ Kollateralschäden für Leib und Leben der Menschen in Berlin seien bewusst in Kauf genommen worden. Die Senatsverwaltung für Inneres forderte, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen zu dem Stromausfall zu übernehmen.
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