Anschlag

Brandanschlag auf CAFE Köpenick – Pride-Flagge als Zündmaterial missbraucht

Was als Diebstahl einer Pride-Flagge begann, endete mit einem Brandsatz direkt vor dem Eingang. Die Polizei ermittelt wegen politisch motivierter Tat.

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„Die Pride-Flagge hängt wieder vor unserem Haus und wir werden nicht müde, uns Hass und Hetze entgegenzustellen“ – das CAFE Köpenick in einer Pressemitteilung nach dem Brandanschlag.

„Die Pride-Flagge hängt wieder vor unserem Haus und wir werden nicht müde, uns Hass und Hetze entgegenzustellen“ – das CAFE Köpenick in einer Pressemitteilung nach dem Brandanschlag.

© Lauryn Zoe Hinsch/Berliner Zeitu

In der Nacht zum 24. Juli ist es vor dem CAFE Köpenick zu einem politisch motivierten Brandanschlag gekommen. Unbekannte Täter entwendeten zunächst die vor dem Jugendklub wehende Pride-Flagge, kehrten wenig später zurück und zündeten vor der Eingangstür einen mit der Regenbogenfahne umwickelten Haufen aus trockenem Gras, Zeitungspapier und alten Plakaten an. Die Tat ereignete sich gegen 0.45 Uhr – zu diesem Zeitpunkt hielten sich noch junge Menschen in der Einrichtung auf. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Die Einrichtung, die als offener Jugendtreff gilt, positioniert sich explizit gegen Queerfeindlichkeit, Rassismus und rechte Ideologien. „Dass ausgerechnet die Pride-Flagge für den Brandsatz verwendet wurde, lässt sich nicht vom queerfeindlichen Kontext trennen“, so die Betreiber in einer öffentlichen Stellungnahme.

Der Vorfall reiht sich nach Angaben des Jugendklubs in eine Serie diskriminierender Vorfälle im Bezirk Treptow-Köpenick ein. Das dortige Register dokumentiere regelmäßig queer- und transfeindliche Propaganda, beschädigte Regenbogensymbole sowie Bedrohungen und Übergriffe.

Keine Einschüchterung – Café bleibt sichtbar

Trotz des Anschlags kündigt das Team des CAFEs an, die Sichtbarkeit nicht einzuschränken: Die Pride-Flagge hänge bereits wieder vor dem Haus. Gleichzeitig unterstreicht das CAFE Köpenick die Schwere des Vorfalls. In einer Mitteilung heißt es: „Wenn aus queerfeindlicher Symbolik ein Brandanschlag auf eine Jugendeinrichtung wird, in der sich zu diesem Zeitpunkt noch junge Menschen befinden, darf das nicht als irgendeine Sachbeschädigung durch Feuer abgetan werden.“

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Die Polizei ermittelt und bittet Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 0.45 Uhr verdächtige Beobachtungen im Umfeld des Cafés gemacht haben, sich zu melden – entweder bei der Polizei oder direkt bei der Einrichtung.

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