Monatelang schlugen Anwohner in Westend Alarm, weil an der Soorstraße innerhalb von anderthalb Jahren 1500 Flüchtlinge untergebracht werden sollten. In hitzigen Bürgerdialogen und teils lautstarken Protesten bis hin zur Bezirksverordnetenversammlung wurde vor allem die mangelnde Infrastruktur kritisiert: Es fehle an Supermärkten, Kitas und Schulen. Zusätzliche Unzufriedenheit entfachte der immense finanzielle Aufwand: Der Umbau und Betrieb des Bürokomplexes sollten den Senat in den kommenden zehn Jahren mehr als 150 Millionen Euro kosten. Interne Unterlagen, die dem RBB vorliegen, bezifferten die monatlichen Kosten auf rund 1,2 Millionen Euro – eine Summe, die laut Senat dem Tagesbetrieb der Großunterkunft in Tegel entspricht.
Berliner Senat
Brandbrief vor der Wahl: Streit um Flüchtlingsunterkunft in Westend – Druck auf Berlins Regierenden Wegner wächst
Kaum Schulen und Kitas, viel zu teuer und ein Nährboden für die AfD: Bürger in Westend wehren sich gegen die geplante Unterkunft in der Soorstraße. Der Brief liegt der Berliner Zeitung vor.
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Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, steht in der Kritik.
© Christoph Soeder/dpa
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