Bundesweit sank die Zahl der Erstsemester ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife den Angaben zufolge erstmals von rund 16.000 im Jahr 2021 auf knapp 13.000 im Jahr 2022. Das CHE sieht dafür mehrere Gründe. So sei insgesamt ein Rückgang der Erstsemesterzahlen zu verzeichnen, sagte Sigrun Nickel, Leiterin der Hochschulforschung beim CHE. Zusätzlich könnten beim Studium ohne Abitur auch Nachwirkungen von Corona sowie gestiegene Kosten durch die Inflation die Entwicklung beeinflusst haben.
Der Anteil der eingeschriebenen Studierenden ohne Abitur liegt in Brandenburg bei 1,2 Prozent, der Anteil der Absolventen ist mit 1,4 Prozent etwas höher. Damit liegt das Bundesland im Ländervergleich auf Platz 15 und Platz 11. Den höchsten Anteil an Studierenden ohne Abitur weist Thüringen auf (9,1 Prozent), gefolgt von Hamburg (3,9 Prozent) und Bremen (3,5 Prozent).
Wer ohne Abitur oder Fachhochschulreife studieren will, kann sich für einen Studienplatz nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung sowie dem Nachweis von Berufserfahrung bewerben. Getragen wird das CHE von der Bertelsmann Stiftung und von der Hochschulrektorenkonferenz der Bundesländer.
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