Nagetier

Brandenburg: Tausende Nutrias getötet

Im letzten Jagdjahr erlegten Jäger in Brandenburg erneut Tausende Nutrias. Bundesweit gibt es eine Rekordjagd auf die invasiven Nager. Doch warum werden die Tiere so intensiv gejagt?

2 Min
Ein Nutria (Myocastor coypus) ist am Land im Spreewalddorf Schlepzig unterwegs.

Ein Nutria (Myocastor coypus) ist am Land im Spreewalddorf Schlepzig unterwegs.

© Patrick Pleul/dpa

Im Jagdjahr 2024/2025 haben Jäger in Brandenburg 2575 Nutrias erlegt. Das teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag im thüringischen Suhl mit. Die aus Südamerika stammende Nagetierart wird in der Europäischen Union als invasiv eingestuft, weshalb Deutschland verpflichtet ist, die Bestände zu reduzieren.

Bundesweit erlegten Jäger im vergangenen Jagdjahr 131.157 Nutrias. Die meisten Tiere wurden dabei in Niedersachsen zur Strecke gebracht. Laut Verband ist die Zahl der geschossenen Nutrias seit Jahren steigend: Verglichen mit den Zahlen vor 20 Jahren liege der Zuwachs bei rund 1700 Prozent.

In Brandenburg selbst wurde der Höchstwert im Jagdjahr 2020/2021 mit 7119 erlegten Tieren erreicht, wie aus der Statistik des Verbandes hervorgeht.

Schäden an Schilfgürteln und Deichen

Nutrias richten laut Jagdverband ökologische wie infrastrukturelle Schäden an. Sie zerstören Schilfgürtel, wodurch zahlreiche Vogel-, Fisch- und Amphibienarten ihren Lebensraum verlieren. Zudem untergraben die Tiere Deichanlagen und beeinträchtigen damit den Hochwasserschutz.

Ideale Lebensbedingungen finden die Nager vor allem im Norddeutschen Tiefland entlang von Flüssen wie Rhein, Weser, Ems und Elbe.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner