Der als „Bert“ bekannte Elch, der seit Februar 2018 in Brandenburg lebte und mit einem GPS-Halsband ausgestattet war, ist tot. Das teilte die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit. Seit 2019 hatten Wissenschaftler das Tier durchgehend beobachtet und sein Verhalten aufgezeichnet.
Brandenburg: Elch „Bert“ schließt sich Kuhherde an
„Sein Tod macht uns sehr traurig“, sagte Wildtierexperte Frank-Uwe Michler von der Hochschule. „Fast neun Jahre lang wussten wir praktisch jeden Tag, wo er sich aufhielt.“ Bert habe einen wissenschaftlichen Datensatz hinterlassen, der die Forschung noch lange begleiten werde.
Seine dauerhafte Heimat fand der Elch nach Angaben der Hochschule im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark. Während der Brunftzeit habe er sich auf einer Rinderweide aufgehalten, ansonsten sei er als Einzelgänger in einem Gebiet von rund 10.000 Hektar unterwegs gewesen. Über die Jahre habe er sich „zu einem regelrechten Maskottchen“ entwickelt, so Michler.
Todesursache unklar
Wodurch der Elch am vergangenen Samstag starb, ist laut Michler nicht endgültig geklärt. Auch nach einer Sektion im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin blieben Fragen offen. Bert habe schwere Verletzungen an seiner Flanke gehabt: „Ein stumpfes Trauma, das ein etwa fußballgroßes Hämatom verursacht hat“, sagte Michler. Möglicherweise seien die Rinder auf der Weide beteiligt gewesen – oder ein zweiter Elchbulle, der im Streifgebiet von Bert aufgetaucht und inzwischen weitergezogen sei.
Nach Einschätzung von Wildtierexperten lebten mit Bert zuletzt fünf wilde Elche in Brandenburg. Nun seien es nur noch vier. (mit dpa)
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