Heißluftfritteuse

Brandgefahr im Airfryer: Dieses Gemüse sollten Sie nie hineinlegen

Salat und Spinat in der Heißluftfritteuse: Warum leichte Blätter im Airfryer Feuer fangen können und was die Verbraucherzentrale zur Brandgefahr rät.

4 Min
Pommes gelingen in der Heißluftfritteuse problemlos. Bei leichtem Blattgemüse wie Salat oder Spinat kann der Luftstrom dagegen zum Problem werden. (Symbolbild)

Pommes gelingen in der Heißluftfritteuse problemlos. Bei leichtem Blattgemüse wie Salat oder Spinat kann der Luftstrom dagegen zum Problem werden. (Symbolbild)

© Imago

Pommes ohne Fettbad, Nuggets in zwölf Minuten, kaum Abwasch: Der Airfryer hat sich in vielen deutschen Küchen einen Stammplatz erobert. Gute Geräte gibt es laut Stiftung Warentest schon für unter 100 Euro.

Nur hat das Gerät eine Schwachstelle, die viele unterschätzen. Und die endet im ungünstigen Fall mit Qualm unter der Dunstabzugshaube.

„Die Heißluftfritteuse ist keine Fritteuse, sondern eigentlich ein Mini-Backofen", sagt Marius Gemmel von der Stiftung Warentest im ZDF. Ein Mini-Backofen mit einem kräftigen Ventilator, der heiße Luft durch den Garraum jagt. Genau dieser Luftstrom wird einigen Lebensmitteln zum Verhängnis.

Salat und Spinat im Airfryer: Blätter fliegen an die Heizspirale

Man kann sich das Gerät wie einen sehr ehrgeizigen Föhn vorstellen. Leichte Blätter von Salat oder Spinat hebt der Luftstrom einfach an. Landen sie am Heizelement, kokeln sie an und können Feuer fangen.

Das gilt auch für Grünkohl, der gerade Saison hat. Wer daraus Chips machen will, braucht ein Gitter oder einen Deckeleinsatz, der die Blätter im Korb hält.

Toast im Airfryer: zu leicht für den Luftstrom

Beim Frühstück droht dasselbe Problem. Eine einzelne Toastscheibe wiegt kaum etwas und kann durch den Garraum segeln.

Dafür gibt es seit Jahrzehnten ein Gerät, das zuverlässig funktioniert: den Toaster.

Speck und fettes Steak: Rauch und Brandgefahr

Bacon klingt nach dem perfekten Airfryer-Snack. Beim Garen tropft und spritzt das Fett aber im Innenraum herum. Das kann laut PC-Welt zu starkem Rauch führen und im Extremfall einen Brand auslösen.

Eine Fettauffangschale hilft. Danach muss das Gerät gründlich gereinigt werden: Alte Fettreste brennen beim nächsten Durchgang ein und sorgen für unangenehmen Rauch, wie der Sender unter Berufung auf Verbraucherschützer berichtet.

Camembert und Mozzarella pur: Käse läuft aus und brennt fest

Ein goldbrauner Camembert aus dem Korb macht sich gut auf Instagram. Ohne Hülle schmilzt Käse allerdings schnell, läuft durch den Rost und brennt am Boden fest.

Das Portal Netzwelt warnt, dass das dem Gerät schaden kann. Sicherer ist Käse in einer kleinen ofenfesten Form.

Nasse Panade und Bierteig: Der Teig tropft ab

In der klassischen Fritteuse stockt flüssiger Teig sofort im heißen Öl. Heißluft schafft das nicht. Der Teig tropft ab und verklebt den Korb.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb davon ab, Lebensmittel mit sehr feuchter Panade im Airfryer zu garen, wie Fitbook berichtet.

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Ganzes Hähnchen im Airfryer: außen braun, innen roh

Viele Hersteller werben mit Rezepten für ganze Hähnchen. Doch bei großen Stücken bräunt die Haut schnell, während der Kern hinterherhinkt. Bei Geflügel ist das heikel, weil Salmonellen und Campylobacter überleben können.

Durchgegart ist Geflügel erst, wenn es im Kern mindestens zwei Minuten lang 70 Grad erreicht. Das ist die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung, die die Bundesregierung zusammenfasst. Ohne Fleischthermometer bleibt das ein Glücksspiel.

Gurke und Melone: Wasserreiches wird matschig

Hier droht keine Gefahr, nur Enttäuschung. Obst und Gemüse mit sehr viel Wasser werden in der heißen Luft weich und labbrig. Knusprig wird da nichts.

Popcorn: Viele Geräte werden nicht heiß genug

Maiskörner im Korb sind oft ein Reinfall. Viele Modelle erreichen nach Angaben von PC-Welt nicht die Temperatur, bei der die Körner zuverlässig aufplatzen. Ein Topf mit Deckel bleibt die bessere Wahl.

Pommes im Airfryer: vergolden statt verkohlen

Pommes sind natürlich erlaubt, dafür wurde das Gerät erfunden. Doch ab etwa 120 Grad entsteht Acrylamid, ein Stoff, der als potenziell krebserregend gilt.

Die Verbraucherzentrale rät, stärkehaltige Lebensmittel nur so lange und so heiß wie nötig zu garen. Goldgelb reicht.

Backpapier im leeren Airfryer: der gefährlichste Fehler

Der riskanteste Fehler hat mit Essen gar nichts zu tun. Wer Backpapier beim Vorheizen in den leeren Korb legt, riskiert, dass es hochwirbelt und am Heizelement Feuer fängt.

Elisabeth van Thiel von der Verbraucherzentrale NRW rät gegenüber Öko-Test, Backpapier immer nur zusammen mit den Lebensmitteln einzulegen. Die meisten Körbe sind ohnehin antihaftbeschichtet und brauchen gar kein Papier.

Steigt trotzdem schwarzer Rauch auf, sofort das Gerät abschalten und den Stecker ziehen. Bei brennendem Fett gilt wie immer: auf keinen Fall mit Wasser löschen.

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