Eine Serie von Bränden ließ die Feuerwehrleute von Sonntag abend bis Montag früh nicht zur Ruhe kommen. In vier Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus, einmal war ein geplatzter Gasschlauch der Auslöser.Schwerstarbeit für die Feuerwehr in Friedrichshain: Innerhalb weniger Stunden mußte sie zu drei Bränden ausrücken, die vermutlich vorsätzlich gelegt worden waren. Beim ersten Mal brannte ein Dach eines Hauses an der Simon-Dach-Straße. 20 Mieter wurden evakuiert. "Drei Wohnungen sind unbewohnbar, vermutlich muß sogar das komplette Dach abgetragen werden", so die Polizei. Eine Stunde später brannte es auf einem Grundstück der Telekom in der Niemann-/Ecke Revaler Straße. Drei Kabeltrommeln waren hier in Brand gesetzt worden. Das Feuer griff auf benachbarte Bäume, ein Gebäude und eine Baracke einer Autoreparatur-Werkstatt über.Den größten Schaden richtete ein Dachstuhlbrand in einem Haus an der Weser-/Ecke Finowstraße an. Eine Funkstreife der Polizei hatte hier gegen 1.50 Uhr Flammen gesehen und daraufhin die Mieter über Lautsprecher aufgefordert, das Haus zu verlassen. "Weil das Löschwasser auf Gehweg und Fahrbahn gefror, mußte die Stadtreinigung Streumittel einsetzen", sagte ein Sprecher der Polizei. Durch herunterfallende Ziegel und Bauschutt wurden insgesamt zehn Autos beschädigt. Die acht evakuierten Personen sind vorübergehend von Verwandten aufgenommen worden. Den Ermittlungen der Kripo zufolge wurden alle drei Brände offensichtlich vorsätzlich gelegt. "Wir prüfen nun, ob es einen Zusammenhang gibt", so die Polizei.Beim vierten größeren Brand der Nacht steht fest, daß es sich um Brandstiftung handelt. Ein 35jähriger, aus der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik entwichener Mann wollte sich in seiner Wohnung an der Petersallee in Wedding das Leben nehmen und hatte sein Bett angezündet. Löschtrupps brachen die Wohnung auf und retteten ihn. Er und ein Feuerwehrmann mußten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. "Der 35jährige wird wieder in die Nervenklinik zurückgebracht", so die Polizei.Ein geplatzter Gummischlauch einer Propangasflasche war Schuld an einem Brand in einem Einfamilienhaus am Schirmvogelweg in Neukölln. Das ausströmende Gas geriet in Brand, nachdem ein 50jähriger Heimwerker versucht hatte, ein defektes Heizungsrohr zu löten. Das Feuer griff auf den Keller und eine Holztreppe über. Die Feuerwehr löschte. Der Hausbesitzer erlitt eine Platzwunde. +++
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]