In Berlin sind im vergangenen Jahr erneut Hunderte Fahrzeuge durch Brandstiftung beschädigt oder zerstört worden. Insgesamt wurden 2025 rund 720 Autos angezündet, teilte die Polizei mit. Davon seien 407 Fahrzeuge direkt in Brand gesetzt worden. Weitere 231 Autos sollen beschädigt worden sein, weil die Flammen von benachbarten Fahrzeugen auf sie übergriffen.
Damit bleibt die Zahl der Autobrände trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr auf sehr hohem Niveau. Im Schnitt wurden in Berlin wöchentlich bis zu neun Fahrzeuge angezündet. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden gerade mal 211 Fahrzeuge angezündet. Weniger als ein Drittel des heutigen Niveaus.
Auffällig ist zugleich die geringe Aufklärungsquote. Nach Angaben der Polizei konnte nur ein kleiner Teil der Täter ermittelt werden. Bei unpolitisch motivierten Taten wurden 52 Tatverdächtige festgestellt. Bei als politisch motiviert eingestuften Brandstiftungen hingegen keiner.
Sieben Serien-Brandstifter vor Gericht gestellt
Die politische Motivation ist bei der Brandstiftung an Autos die Ausnahme. Lediglich zwölf Fälle ordnete die Polizei 2025 dem politisch motivierten Linksextremismus zu. Dabei wurden 35 Fahrzeuge direkt angezündet, 48 weitere beschädigt.
Die große Mehrheit der Brände geht laut Polizei auf andere Motive zurück – darunter Vandalismus, Versicherungsbetrug, persönliche Konflikte, Frustration oder Geltungssucht. Auch wurden laut Polizei im letzten Jahr sieben Verfahren gegen Serientäter geführt. (mit dpa)
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