Kurswechsel

Früher Klima, heute Palästina: Die Neuausrichtung der Umweltbewegung

Die britischen Grünen erklären Zionismus zu Rassismus, Greta Thunberg demonstriert im „Yalla Intifada“-Shirt. Fälle, die zeigen, wie sich der Diskurs verschiebt.

5 Min
Greta Thunberg hat den Nahostkonflikt zu einem ihrer zentralen Themen gemacht.

Greta Thunberg hat den Nahostkonflikt zu einem ihrer zentralen Themen gemacht.

© Felice De Martino/Agf/Imago

Auf ihrem Parteitag in Brighton haben die britischen Grünen Anfang Oktober den Zionismus zu einer Form von Rassismus erklärt. Die Green Party of England and Wales bekennt sich in dem Beschluss zu einem einzigen palästinensischen Staat im gesamten historischen Palästina und lehnt damit die Zweistaatenlösung ab. Der Antrag erhielt 1022 Stimmen, 813 Mitglieder stimmten dagegen. Abgestimmt hat damit weniger als ein Prozent der mehr als 200.000 Parteimitglieder.

Der Beschluss ist ein Beispiel dafür, wie der Nahostkonflikt in Teilen der europäischen Umwelt- und Klimabewegung an Gewicht gewonnen hat. Auch in Deutschland verschiebt sich der Blick. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sehen Jüngere Israel deutlich kritischer als Ältere.

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