Suchmaschinen

Britische Wettbewerbsaufsicht: Nutzer sollen KI-Assistenten statt Google wählen können

Google soll für Nutzer in Großbritannien auf Android-Handys und im Chrome-Browser künftig auch KI-Assistenten als alternative Standardsuche anbieten müssen.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Google soll Verlagsquellen in Suchergebnissen klarer kennzeichnen und leichter zugänglich machen.

Google soll Verlagsquellen in Suchergebnissen klarer kennzeichnen und leichter zugänglich machen.

© Adek Berry/AFP

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat am Mittwoch verschärfte Vorschläge vorgelegt. Google soll demnach künftig auf Android-Handys und im Chrome-Browser eine erweiterte Auswahl für Suchdienste anzeigen. Erstmals sollen dort auch KI-Assistenten wie ChatGPT von OpenAI oder Perplexity zur Wahl stehen, sofern sie bestimmte technische und Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Nach den Plänen sollen Nutzer beim ersten Einrichten eines Android-Handys oder beim erstmaligen Öffnen von Chrome zwischen mehreren Suchmaschinen wählen können. Einmal im Jahr soll Google zusätzlich nachfragen, welchen Dienst der Nutzer als Standard behalten will.

Klare Kennzeichnung von Quellen gefordert

Die Behörde verlangt außerdem, dass die in den Auswahlmenüs gelisteten Anbieter Inhalte von Verlagen fair kenntlich machen. Nutzer sollen erkennen können, woher ein Suchergebnis stammt, und die Originalquelle leicht aufrufen können.

CMA-Chefin Sarah Cardell begründete den Schritt mit dem veränderten Nutzerverhalten. Die Art, wie Menschen online nach Informationen suchten, ändere sich. Die Behörde reagiere darauf, dass KI-Assistenten immer häufiger als Suchdienst genutzt würden - bisher aber in Googles Auswahlmenüs fehlten. Man habe Rückmeldungen von Verlagen, Suchanbietern und Verbraucherschützern berücksichtigt.

Entscheidung bis Jahresende erwartet

Die Vorschläge liegen bis zum 9. Oktober zur öffentlichen Anhörung aus. Eine endgültige Entscheidung will die CMA bis Ende des Jahres treffen. Die Behörde hatte für Google im Oktober 2025 einen besonderen Marktstatus im Bereich allgemeine Internetsuche und Suchmaschinenwerbung festgestellt. Auf dieser Grundlage kann sie gezielt Auflagen erlassen.

Im Juni hatte die CMA Google bereits verpflichtet, die Funktionsweise seiner Suchrankings offener darzulegen. Google muss Verlagen zudem  die Möglichkeit zu geben, ihre Inhalte von der Nutzung für KI-Funktionen der Google-Suche auszunehmen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner