Ein Großteil des Brotabfalls in deutschen Haushalten lässt sich durch die richtige Lagerung vermeiden. Der häufigste Fehler: Brot in einer Plastiktüte aufzubewahren. Darin sammelt sich Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann – Schimmel bildet sich innerhalb kurzer Zeit. Wer Brot im Supermarkt kauft, sollte es zu Hause daher sofort aus der Folie nehmen.
Deutlich besser geeignet ist die klassische Papiertüte vom Bäcker. Sie nimmt Feuchtigkeit auf und schützt zugleich vor dem Austrocknen. Für Haushalte, die regelmäßig Brot essen, empfiehlt sich ein Brotkasten. Modelle aus Ton oder Keramik regulieren die Feuchtigkeit besonders gut, sofern der Deckel innen unglasiert ist – nur so funktioniert der Feuchtigkeitsaustausch. Auch Kästen aus Edelstahl sind geeignet, wenn sie an der Rückseite über Luftlöcher verfügen. Wichtig ist, den Kasten einmal pro Woche mit Essigwasser auszuwischen, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Kühlschrank ist für die meisten Brotsorten ungeeignet
Als optimale Lagertemperatur nennt die Verbraucherzentrale 18 bis 22 Grad, also übliche Zimmertemperatur. Vom Kühlschrank raten die Fachleute in den meisten Fällen ab: Die Kälte entzieht dem Laib Feuchtigkeit und lässt ihn schneller austrocknen. Eine Ausnahme bilde heißes, feuchtes Wetter – dann könne die Kühlung Weißbrot vor Schimmel bewahren.
Auch beim Anschneiden lassen sich Fehler vermeiden. Ein ganzer Laib bleibt länger frisch, wenn er erst nach Bedarf in Scheiben geschnitten wird. Ist das Brot bereits angeschnitten, sollte es mit der Schnittkante nach unten gelagert werden, damit weniger Feuchtigkeit an die Luft abgegeben wird.
Einfrieren als Alternative für Vorratskäufer
Wer größere Mengen kauft, kann Brot portionsweise einfrieren. Einzelne Scheiben lassen sich direkt aus dem Gefrierfach im Toaster oder Airfryer auftauen. Auch ganze Brötchen überstehen das Einfrieren, sie müssen anschließend nur kurz im Ofen aufgebacken werden.
Ist Brot bereits trocken, muss es nicht entsorgt werden – so kann es noch als Semmelknödel oder Paniermehl verwendet werden. Bei Schimmelbefall gilt jedoch eine klare Empfehlung der Verbraucherzentrale: Der gesamte Laib gehört in den Müll, auch wenn nur eine Stelle sichtbar betroffen ist. Die Pilzgifte durchzögen häufig das komplette Brot.
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