Noch länger als ein Jahr wird es dauern, bis Fußgänger die Eisenbahnbrücke über die Havel wieder benutzen können. 1995 war mit der Demontage der alten und dem Bau einer neuen Brücke der Übergang für Fußgänger zwischen Stresow und Altstadt gekappt worden. Seit drei Jahren versuchen Bahn AG und Bezirksamt, sich auf eine Lösung für den Übergang zu einigen.Erst diese Woche fand die Deutsche Bahn AG eine Möglichkeit, eine Überführung von der Altstadt zum Stresow zu planen, ohne ein Grundstück der Baustofffirma Baethge kaufen zu müssen. Die Brücke wird auf der Ostseite so weit verlängert, dass sie über das Firmengelände bis zum bahneigenen Grundstück Stresowplatz 10 a reicht.Die Bahn wollte ursprünglich einen Treppenaufgang auf einem Gelände der Firma Baethge errichten. Das Unternehmen hatte jedoch einen Preis für das Grundstück verlangt, den die Deutsche Bahn nicht zu zahlen bereit war. "Mit der Führung über das Grundstück der Firma Baethge ist es uns gelungen, eine einvernehmliche Lösung zu erreichen", sagte Baustadtrat Thomas Scheunemann (SPD), der sich der Baustofffirma und der Bahn AG als Vermittler angeboten hatte.Bauzeit ist ungewissDie Bauarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2000 beginnen. Erst dann wird das Plangenehmi-gungsverfahren für den Ausbau der Brücke abgeschlossen sein. Über die Bauzeit wollte Bahn-Sprecherin Claudia Ruttmann am Mittwoch keine Schätzungen abgeben. "Dazu muss erst die genaue Planung des Vorhabens durchgeführt werden", sagte sie.Die Verlegung des Fußwegs auf der Eisenbahnbrücke war notwendig geworden, weil der Übergang südlich der Bahnschienen der geplanten Transrapid-Trasse weichen musste. Der bereits eingerichtete Fußweg auf der Nordseite darf bislang nur von Bahnangestellten begangen werden. Über die Zukunft der südlichen Seite der Brücke, falls das Transrapid-Projekt scheitert, wollte Claudia Ruttmann sich nicht äußern. "Diese Entscheidung warten wir ab", sagte die Bahn-Sprecherin. (al.)
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