Alltagsheldin

Wasser bedeutet Leben: Wie eine Krankenschwester aus Coswig zur Brunnenplanerin wurde

Mit einem Koffer voller Kindersachen fing alles an. Ihn nahm Christin Teucher mit nach Nairobi und stieß dort auf ein Haus für Kinder, in dem es nicht nur an einer Waschmaschine fehlte.

9 Min
Christin Teicher arbeitet in Coswig bei Meißen in einer Kinderarztpraxis. Hier begann mit einem Koffer auch ihr Engagement für den Brunnenbau in Kenia.

Christin Teicher arbeitet in Coswig bei Meißen in einer Kinderarztpraxis. Hier begann mit einem Koffer auch ihr Engagement für den Brunnenbau in Kenia.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Esther hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie wurde, erst wenige Stunden alt, von Passanten am Rand einer Straße in Nairobi gefunden. Ausgesetzt, ihrem Schicksal überlassen. Ihre Finder brachten das wimmernde Baby, eingehüllt in eine Decke, zur Polizei. Dort konnte Esther nicht bleiben. Glücklicherweise kannte einer der Beamten Serah Nzula Kitonga und ihr Children’s Home in einem Vorort von Nairobi. Esther fand dort ein neues Zuhause und viele neue Geschwister, denn neben ihr leben hier 57 weitere kleine und große Kinder. In der Leiterin des Heims haben sie alle einen Menschen gefunden, der ihnen Geborgenheit, Nahrung, Kleidung und vor allem Liebe schenkt.

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