In seinem Roman „Das Schlangenmaul“ schrieb Jörg Fauser Anfang der 80er-Jahre: „Schwund überall, dachte ich, als ich mir die Hände wusch. Schwund in sechs Buchstaben: Berlin. Der erste Blick macht einen an, und dann sieht man genauer hin und entdeckt die Zeichen des unaufhaltsamen Verfalls, den keine Mache übertünchen kann.“
Es ist doch jedes Mal rührend, wenn Chronisten in ihrer Zeit bereits das Ende der Fahnenstange erreicht sehen. Was Fauser wohl zum heutigen Berlin gesagt hätte?
Brutal Berlin
Berlin, Hauptstadt der Spezialisten: Wir Normalos sind nur der farblose Bodensatz
Schon der legendäre Jörg Fauser wusste: Berlin, das ist Schwund mit sechs Buchstaben. Warum unser Kolumnist manchmal Urlaub von dieser Stadt braucht und sie dann doch wieder schätzt.
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Die Besonderheit dieser Stadt erschließt sich erst mit dem klaren Blick des distanzierten Beobachters.
© Fotoillustration: Roshanak AminI/Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago
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