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Brutal Berlin

Leer, ruhig, paradiesisch: Warum ich in Berlin alleine Weihnachten feiere – und es liebe

Weihnachten ist schön – aber noch schöner kann es sein, wenn man die Tür schließt und drei Tage lang niemanden sehen oder sprechen muss. Ein Erfahrungsbericht.

6 Min
Drei Tage einfach mal die Seele baumeln lassen, abhängen, nichts tun. Einsamkeit kann angenehm sein, wenn sie gewünscht ist.

Drei Tage einfach mal die Seele baumeln lassen, abhängen, nichts tun. Einsamkeit kann angenehm sein, wenn sie gewünscht ist.

© Jannik Stegen für Berliner Zeitung am Wochenende

Es beginnt immer schon ein paar Wochen vor dem Fest. Im Hof, wo sonst zu dieser Jahreszeit ab 16 Uhr in den Wohnzimmern das Licht angeht, bleibt es hinter den meisten Fenstern dunkel. Viele meiner Nachbarn sind dann schon „nach Hause“ gefahren – ein Euphemismus dafür, an jenen Ort zurückzukehren, aus dem man mal gekommen ist, um aus Berlin eine Heimat zu machen. Kurz vor Weihnachten dann wird es zunehmend dunkler in meinem Haus, noch ruhiger als sonst, und ich weiß, dass am Weihnachtswochenende nur noch ein, zwei Leute da sein werden. Und ich.

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