Als ich am Sonntagmorgen erwache, habe ich Angst, vor den Spiegel zu treten. Dann tue ich es und ein klägliches Geräusch entweicht meiner Brust. Was mir von dort entgegenblickt, hat nur noch entfernte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen.
Es scheint sich vielmehr um eine Vision von Egon Schiele zu handeln, eine obszöne Allegorie des Exzesses. Dabei hätte dieses Wochenende der Befreiungsschlag werden sollen, mein glorreiches Comeback als produktiver Autor.
Kolumne
Brutal Berlin: Nichts ist so peinlich, wie der Morgen danach
Man kennt’s: Nichts bringt einen schneller zur Askese als der Blick in den Spiegel am Morgen danach. Aber wer hatte eigentlich mal wieder Schuld am Exzess? Richtig: Berlin!
6 Min
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