Politik

„BSW bleibt BSW“: So nennt sich die Partei ab Oktober – ohne Sahra Wagenknecht

Das BSW streicht Sahra Wagenknecht aus dem Namen. Die Änderung wird am 1. Oktober wirksam. Das steckt hinter der neuen Bezeichnung.

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Das BSW streicht die Parteigründerin Sahra Wagenknecht (l.) ab Oktober aus dem Namen.

Das BSW streicht die Parteigründerin Sahra Wagenknecht (l.) ab Oktober aus dem Namen.

© Metodi Popow/imago

Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat den Namen seiner Gründerin aus dem Parteinamen gestrichen. Der BSW bekommt einen neuen Namen: Zum 1. Oktober tritt die Partei offiziell als „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ auf. Das Kürzel BSW bleibt – Sahra Wagenknecht selbst taucht darin aber nicht mehr auf.

Beschlossen wurde die Umbenennung schon auf dem Bundesparteitag am 6. und 7. Dezember 2025 in Magdeburg. Wirksam wird sie erst jetzt.

„Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“: So heißt der BSW jetzt

Bislang lautete der vollständige Name „BSW – Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“. Künftig steht das Kürzel für „BSW – Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“, in dieser Schreibweise mit großgeschriebenen Attributen.

An der Abkürzung ändert sich nichts. Das war die zentrale Bedingung des gesamten Verfahrens: Das eingeführte Kürzel BSW sollte in jedem Fall erhalten bleiben.

Dass der Name der Gründerin nur befristet im Parteinamen stehen würde, war nach Angaben der Parteiführung von Beginn an geplant. „Es stand von Anfang an fest, dass wir den Namen Sahra Wagenknechts nur für eine Übergangszeit als Teil des Parteinamens führen würden“, erklärte Generalsekretär Oliver Ruhnert.

Warum das BSW den Namen Sahra Wagenknecht streicht

Man habe den Namen und die Bekanntheit der Gründerin genutzt, um als neue Kraft erkennbar zu werden. „Mittlerweile hat sich die Abkürzung BSW aber etabliert“, so Ruhnert. Die Menschen verbänden damit vier Grundsätze: das Eintreten für Frieden und Meinungsfreiheit sowie die Verbindung aus wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Gerechtigkeit.

Auch Wagenknecht selbst hatte schon früh betont, ihr Name sei nur eine Übergangslösung.

Ganz reibungslos lief die Entscheidung im Vorfeld nicht ab. Nachdem sich die Parteispitze auf „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ festgelegt hatte, regte sich Widerspruch aus den Ländern.

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Die rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden Alexander Ulrich und Sina Listmann brachten einen eigenen Vorschlag ein: „Bürger schaffen Wandel – Vernunft und Gerechtigkeit“. Sie schlossen sich damit nach eigenen Angaben einer Idee des sächsischen Landeschefs Ronny Kupke an.

Hunderte Vorschläge, drei Varianten: Wie der Name ausgewählt wurde

Dem Beschluss ging ein längerer Auswahlprozess voraus. Die Mitglieder waren aufgerufen, Namensideen einzureichen – einzige Vorgabe war der Erhalt des Kürzels BSW.

Aus Hunderten von Vorschlägen, nach Parteiangaben sogar Tausenden, blieben am Ende drei Varianten übrig, über die der dritte Bundesparteitag entschied. Bei der Abstimmung am 6. Dezember setzte sich „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ mit großer Mehrheit durch.

Warum die Umbenennung erst zum 1. Oktober greift

Den Namenswechsel hatte die Partei bewusst verschoben. Grund sind laut BSW die fünf Landtagswahlen dieses Jahres in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In Sachsen-Anhalt schaffte das BSW den Einzug in den Landtag. In den andern Bundesländern scheiterte das BSW an der Fünf-Prozent-Hürde.

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