Wer in der DDR aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, dem werden beim Stichwort „Buchenwald“ wohl sofort zwei Dinge einfallen: der Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz und die lange Haft und schließliche Ermordung des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann. Der Roman erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der von tapferen Kommunisten im Konzentrationslager vor der SS versteckt und schließlich gerettet wurde. Dass Thälmann, der in der DDR als großer, freundlicher Führer der deutschen Kommunisten verehrt wurde, im KZ Buchenwald erschossen wurde, hat jeder in der Schule gelernt.
Sachbuchpreis
Buchenwald neu gelesen: Ines Geipel zerstört einen DDR-Mythos
Für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert: Ines Geipel zerlegt in „Landschaft ohne Zeugen“ den Mythos des kommunistischen Widerstands im KZ Buchenwald.
Jörg Phil Friedrich
7 Min
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Die 1960 in Dresden geborene Schriftstellerin Ines Geipel
© Jürgen Heinrich/ imago
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