Es gibt einige Bröckelbrücken in Berlin. Brücken, die von innen zerstört werden. Doch kaum eines dieser Bauwerke ist so wichtig wie die Mühlendammbrücke. Jetzt geht das Projekt, die Spreequerung in Mitte abzubrechen und neu zu bauen, in die nächste und größte Etappe. Ein Unternehmen mit Hauptsitz in Polen hat den Auftrag bekommen. Das teilte die Verwaltung von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) nun mit.
Jeden Tag durchleben die Verantwortlichen eine Zitterpartie. Hält der verbliebene Brückenüberbau zwischen dem Nikolaiviertel und der Fischerinsel durch? 96 Sensoren überwachen das Betonbauwerk rund um die Uhr mit Ultraschall. Mehrmals haben sie schon gemeldet, dass Spanndrähte, die im Innern für Stabilität sorgen sollen, gerissen sind.
Aufgabe ist es nun, den neuen östlichen Überbau zu errichten, dann das alte Teilbauwerk abzubrechen und schließlich die neue westliche Brückenhälfte zu bauen. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Land nach einem europaweiten Vergabeverfahren den Auftrag im Mai vergeben. „Es ist geschafft“, sagt Arne Huhn, der in der Verkehrsverwaltung den Brücken- und Ingenieurbau leitet. Die Baustelle werde neu eingerichtet.
Straßenverkehr
Täglich droht der Kollaps: Jetzt baut ein polnischer Konzern diese Problembrücke in Mitte neu
Es geht los: Die einsturzgefährdete Mühlendammbrücke zwischen Nikolaiviertel und Fischerinsel wird ersetzt. Die größte Etappe des Millionenprojekts hat begonnen.
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Mühlendammbrücke in Mitte: Vor der Kulisse des Fernsehturms und des Ephraim-Palais kreuzt sie als Teil der Bundesstraße 1 die Spree.
© Peter Neumann/Berliner Zeitung
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