Kommentar

R2G: Warum Jarasch und Giffey nur schwer zueinanderfinden

Schon in den Koalitionsverhandlungen wird deutlich, dass vor allem Franziska Giffey und Bettina Jarasch noch miteinander fremdeln.

Elmar Schütze
2 Min
Bettina Jarasch (l.), Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, und Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der Berliner SPD, stehen bei einer TV-Runde im Studio im Abgeordnetenhaus.

Bettina Jarasch (l.), Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, und Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der Berliner SPD, stehen bei einer TV-Runde im Studio im Abgeordnetenhaus.

© dpa

Einig ist man sich darin, dass eine funktionierende, bürgerfreundliche Verwaltung das A und O ist. Daran wolle man sich messen lassen, man sei dafür vollumfänglich verantwortlich. Das sagt allen voran Franziska Giffey, als ehemalige Bezirksbürgermeisterin die einzige aus dem Trio, die von den Tücken der organisierten Verantwortungslosigkeit zwischen Land und Bezirken aus eigenem Erleben weiß.

Doch Vorsicht: Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, kann zum Bumerang werden. Wer dieses Thema unterschätzt, hat schon verloren. Wäre der alte Müller-Senat nicht längst abgewählt, durch seine eigene Unzuständigkeitserklärung nach der Pannen-Wahl („Wir sind nur Zuschauer“) hätte er sich endgültig selbst unmöglich gemacht.

Es ist gut, dass jemand bei diesem Thema vorangeht. Gleichzeitig wissen alle, wie sehr sich die designierte Regierende Bürgermeisterin in der Rolle der Anpackerin gefällt, die zwar optimistisch ist, aber auch betont nüchtern. Und das birgt Gefahren innerhalb des Bündnisses. Wenn also Franziska Giffey sagt, „wir brauchen nicht immer wieder neue Blütenträume“, dann werden sich in erster Linie die Grünen angesprochen fühlen. Was wird dann aus Bullerbü?

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