Bürgerinitiative sieht an der geplanten Trasse viele Konfliktpunkte / Engpaß in Spandau / Sind Brücken zu schmal?

Mindestens ein Wohnhaus muß dem Transrapid weichen

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2 Min

Der Trasse des Transrapid stehen nach Ansicht der Bürgerinitiative Spandauer Verkehrsbelange 73 in Berlin mehrere Brücken und Gebäude im Weg. Die Planungsgesellschaft (MPG) weist die Kritik zurück. Allerdings: Ein Wohnhaus in Spandau müsse weichen."Bei der angeblich problemlosen Einführung des Transrapids in die Stadt gibt es Hindernisse", sagt Jürgen Czarnetzki, der Vorsitzende der Bürgerinitiative. Entlang der jüngst beschlossenen "Vorzugstrasse" müßten zwischen Nauen und dem neuen Lehrter Bahnhof fast 30 Brücken aus- oder neugebaut werden. An 18 Stellen behinderten Häuser den Bau des 12 bis 16 Meter breiten Fahrwegs. Ein Nadelöhr sei der Spandauer Stadtteil Stresow, so Czarnetzki. In dem Viertel östlich der Havel müßten die Wohnhäuser Grunewaldstraße 15 sowie Plantage 1a und 1b abgerissen werden. Die enge Schneise sei schon vollständig verplant. Vorgesehen sind ein S-Bahn-Doppelgleis sowie fünf Gleise für Regional- und Fernverkehr, unter anderem für die Schnellbahn nach Hannover. Deren Chef-Planer in Berlin, Arthur Franz, bestätigt: "Auf dem Bahndamm über den Stresow ist kein Platz mehr." Ein Verzicht auf Gleise wäre indiskutabel. Die Planfeststellung sei abgeschlossen. Entweder werde die Transrapid-Trasse über die Eisenbahn geführt - oder an deren Damm angebaut. "Ein Grundstück wird zur Zeit von uns überplant, Plantage 1a", sagt Horst Fechner, Technischer Geschäftsführer der MPG. Während das Gründerzeithaus mit der Gaststätte Gänsemarkt "direkt betroffen" sei, blieben die anderen Gebäude enthalten. Fechner: "Wir bleiben fast durchweg auf öffentlichem Gelände." An der Nordseite der Hannover-Schnellbahn erreiche die Trasse W 1 in Staaken das Stadtgebiet. Später schmiege sie sich an das Gütergleis zum neuen Fernbahnhof Spandau - südlich davon erhält der Transrapid einen 155-Meter-Bahnsteig. Weiter geht es über Havel und Stresow, später unter der Rudolf-Wissell-Brücke hindurch und am Nordring entlang zur unterirdischen Endstation am Humboldthafen. "Aus städtebaulichen Gründen befindet sich der Fahrweg in einer Höhe mit den Bahngleisen", sagt Fechner. Allerdings müsse der Transrapid bisweilen die Eisenbahn überbrücken. Das sei unter anderem östlich des Klosterbuschwegs und auf dem Stresow geplant - dort sogar zweifach. Die Magnetbahn wechsele von der Südseite auf die Damm-Mitte, dann auf die Nordseite. +++

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