Wer wissen will, wo die Schmerzgrenzen der Bundesregierung verlaufen, muss zur Bundespressekonferenz gehen. Heute zog sich diese Grenze quer durch drei Kontinente: Sie verlief durch die zertrümmerten Wohngebäude in Moskau, durch den mutmaßlich größten Korruptionsskandal in der Geschichte eines bundeseigenen Unternehmens und durch eine bemerkenswerte Aussage des deutschen Außenministers zur amerikanischen Blockade gegen Kuba, die er nach eigenen Worten „nicht sehe“. Der Regierungssprecher Stefan Kornelius und die anwesenden Ressortsprecher hatten bei der heutigen Regierungspressekonferenz sichtlich Mühe, die offenkundigen Widersprüche zwischen offizieller Linie und politischer Realität rhetorisch zu glätten.
Auswärtiges Amt
Bundesregierung in Bedrängnis: GIZ-Millionenskandal, Wadephuls Kuba-Aussage und Angriff gegen Moskau
G7-Rückendeckung für Drohnenangriffe? Millionenbetrug bei der GIZ? Geleugnete Kuba-Blockade? Was die Bundesregierung heute in der BPK lieber nicht beantworten wollte.
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Regierungspressekonferenz vom 22. Juni 2026: der Sprecher des Auswärtigen Amts Martin Giese neben dem Regierungssprecher Stefan Kornelius
© Achille Abboud/IMAGO
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