Die Bundeswehr hat beim Rüstungskonzern Rheinmetall Infanterieausrüstung im Wert von rund 1,04 Milliarden Euro brutto bestellt. Wie das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte, hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr weitere Soldatensysteme aus dem Programm „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ abgerufen.
Der Auftrag umfasst nach Unternehmensangaben die Modernisierung bestehender Systeme sowie die Lieferung von 237 zusätzlichen Zugsystemen. Damit sollen weitere 8600 Soldaten ausgestattet werden.Ein Zugsystem enthalte meist 35 Einzelausstattungen. Insgesamt verfüge die Bundeswehr nach Abschluss der Lieferungen über 353 Zugsysteme mit mehr als 12.000 Einzelausstattungen, teilte Rheinmetall mit.
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Rheinmetall liefert Kamikaze-Drohnen an die Bundeswehr
Milliardenbeträge für moderne Ausrüstung
Zu den Soldatensystemen gehören Schutzwesten, Uniformen, Nachtsichtgeräte für Helm oder Waffe sowie Tablets, über die Infanteristen Informationen zu eigenen und gegnerischen Positionen erhalten. Eine zugehörige Software soll Vorgesetzten einen Echtzeit-Überblick über die Lage ermöglichen. Die Waffen selbst sind nicht Teil des Auftrags und wurden separat beschafft, zum Beispiel beim Sturmgewehrhersteller Heckler & Koch.
Die Bestellung erfolgte aus einem im Februar 2025 geschlossenen Rahmenvertrag mit einem Gesamtvolumen von bis zu 3,1 Milliarden Euro brutto und einer Laufzeit bis Ende 2030. Der Bundestag habe vor wenigen Tagen 1,3 Milliarden Euro für das Projekt bewilligt, sodass weitere Abrufe erwartet würden, so Rheinmetall. Die Auslieferung der nun bestellten Systeme ist zwischen November 2027 und Dezember 2029 vorgesehen.
Erst am vergangenen Mittwoch hatte Rheinmetall bekanntgegeben, dass die Bundeswehr einen Auftrag für Loitering Munition, also sogenannte Kamikaze-Drohnen, im Wert von etwa 300 Millionen Euro mit einem milliardenschweren Rahmenvertrag in Auftrag gegeben hatte. (mit dpa)
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