Die Kalckreuthstraße ist dort, wo es zur Urania geht, nicht besonders schön: Es gibt wenig Grün und kaum Parkplätze, dafür Büros und Hotels, auf dem Gehsteig liegt immer mal wieder der eine oder der andere Hundehaufen. Typisch Berlin - die Menschen eilen geschäftig vorbei, auf ihrem Weg zum nahen Wittenbergplatz mit der U-Bahn und dem KaDeWe oder zum nahen Nollendorf-Kiez. Zu sehen gibt es hier wenig, die Blicke der Passanten sind meist auf den Boden gerichtet. Bis sie vor einem Haus plötzlich stutzen.Denn dort ist eine bunte Oase entstanden. Um einen der Straßenbäume herum hat jemand liebevoll Blumen gepflanzt: Auf dem kleinen Straßenbeet wachsen die verschiedensten Pflanzen. Die gelben Narzissen und die Hyazinthen sind schon verblüht, jetzt sind die Primeln und Tulpen dran. Auch die Lilien sind schon längst nicht mehr nur grüne Spitzen, in einigen Wochen werden sie ihre Blüten zeigen. Dann kommen die anderen Sommerblumen, die sich noch etwas kleinwüchsig zeigen.Die Passanten lächeln beim Vorübergehen, manch einer bleibt für einen Moment stehen. Das bunte Beet hebt die Stimmung. Nur eines ist schade: Nirgendwo gibt es einen Hinweis, wer da eigentlich gegraben, gehackt und gepflanzt hat. Wir hätten doch gern gewusst, wem wir unsere gute Laune verdanken.
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