Wo war Bushido, als die Steuerfahndung klingelte?
Bushido im Zeugenstand: Wollte zweite Chance in der Ehe
Clanchef Arafat Abou-Chaker wird unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Es sei zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionenzahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Bushido soll bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einem Stuhl sowie einer Wasserflasche attackiert worden sein.
Bushido, der auch Nebenkläger ist, erklärte in seiner seit mehreren Verhandlungstagen laufenden Zeugenbefragung, der Clanchef habe an ihm viel verdient und ihn „wie sein Eigentum behandelt“. Im Zusammenhang mit einem gemeinsamen Villengrundstück mit einer Größe von 16.000 Quadratmetern schilderte Bushido am Mittwoch, als er einen Zaun um seine Villa setzen wollte, sei es 2017 zu einem heftigen Streit gekommen. „Er und meine Frau brüllten sich an“, so der Rapper. Arafat Abou-Chaker habe dann zu ihm gesagt, dass er „mit Frauen nicht über Grundstücke redet“. Der Clanchef habe sich eine der Villen auf dem Gelände „unter den Nagel gerissen“. Der Prozess wird am 16. November fortgesetzt.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]