Erbschaftssteuer

Café Hörnchen: Wo Berlins schönste Einkaufsstraße nach Kuchen duftet

In Berlin-Friedrichshagen betreibt Angelika Müller seit der Wende ein Familienunternehmen. Die Bäckerin erzählt von den Freuden und Zumutungen des Mittelstands – ein Besuch vor Ort.

Ramon Schack
7 Min
Bäckerei- und Café-Chefin Angelika Müller: „Mittelständische Unternehmen werden aktuell zunehmend stärker finanziell und bürokratisch belastet.“

Bäckerei- und Café-Chefin Angelika Müller: „Mittelständische Unternehmen werden aktuell zunehmend stärker finanziell und bürokratisch belastet.“

© Markus Wächter/Ostdeutsche Allgemeine

Wer von der S-Bahn-Station Friedrichshagen in Richtung Müggelsee läuft, betritt nach wenigen Schritten eine Welt, die es in Berlin eigentlich kaum noch gibt. Über 1,3 Kilometer erstreckt sich die Bölschestraße, gesäumt von Jugendstil- und Gründerzeitfassaden, die sich wie Perlen an einer Schnur bis zu den Ufern des größten Berliner Sees reihen. Statt der immer gleichen Filialisten und Ketten, die andernorts das Stadtbild veröden lassen, dominieren hier individuell gestaltete Modeläden, Galerien, Handwerksbetriebe und Kunstgewerbe. Schon zu DDR-Zeiten galt „die Bölsche“ als Geheimtipp, weil sich hier ungewöhnlich viele privat geführte Geschäfte hielten. Etliche davon haben die Transformation nach 1989 überstanden. Wer heute durch diese Straße schlendert, spürt sofort, dass sie sich ihren eigenen Charakter bewahrt hat.

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