Drei Zuschauertribünen stehen einem rostroten Metallgerüst gegenüber, das ein bisschen an die Barrikaden aus der Zombie-Serie „The Walking Dead“ erinnert (Bühne: Holger Syrbe). Die Kulisse dahinter: Häuserfassaden mit abblätterndem Putz und vergitterten Fenstern, Zäune, ein Wachturm und patrouillierende Justizbeamte.
Wir befinden uns im Herz der JVA Tegel, wo das Ensemble des Freiluftgefangenentheaters das Stück „Caligula. Inferno“ aufführt. Die Spieler auf der Bühne sind allesamt Häftlinge, begleitet werden sie von der Band 17 Hippies, die auch schon vor zwei Jahren bei der „Dreigroschenoper“ im Gefängnishof spielte.
Theater
„Caligula. Inferno“ in der JVA Tegel: Das bewegendste Theater Berlins kommt aus dem Knast
Das Aufbruch-Freiluftgefangenentheater bringt ein Mash-up aus Camus und Dante auf die Bühne – gespielt von 22 Häftlingen mitten im Gefängnishof. Die Kritik.
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Caligulas Wachen schnappen sich einen Patrizier beim Gefangenentheater in der JVA Tegel.
© Thomas Aurin
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