Tourismus

Camping boomt in Sachsen, doch viele Plätze müssen nachrüsten

Urlaub mit Wohnmobil und Zelt gewinnt im Freistaat weiter an Bedeutung. Eine Untersuchung sieht dennoch Mängel bei Infrastruktur, Profilen und Verfahren.

Alexander Angierski
Alexander Angierski
4 Min
Losfahren, wohin und wann immer man will: Camping erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Losfahren, wohin und wann immer man will: Camping erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

© Artyom Geodakyan/imago

Sachsen hat beim Camping kräftig zugelegt. Zwischen 2014 und 2024 stieg die Zahl der Campingübernachtungen im Freistaat um 76,6 Prozent auf rund 1,08 Millionen. Damit entfielen 2024 bereits 5,4 Prozent aller touristischen Übernachtungen in Sachsen auf Campingplätze. Die neue Markt- und Potenzialstudie im Auftrag des Landestourismusverbandes Sachsen kommt deshalb zu einem klaren Befund: Camping kann für Tourismus und ländliche Räume wichtiger werden. Dafür müssen Qualität, Infrastruktur und Vermarktung aber mitwachsen.

Der Rückenwind kommt aus einem bundesweiten Trend. 2025 wurden auf deutschen Campingplätzen nach Agenturangaben unter Berufung auf das Statistische Bundesamt 44,7 Millionen Übernachtungen gezählt, 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Caravaning-Industrie-Verband meldete für 2025 in Deutschland 75.368 neu zugelassene Reisemobile, während neue Caravans deutlich zurückgingen. Viele Gäste wollen flexibler reisen und stellen andere Ansprüche an Stellplätze.

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