Schriftsteller

Carsten Gansels Buch „Ausradiert“: Wie die Literatur der DDR verschwand

Der Autor Michael Hametner über Carsten Gansels Buch „Ausradiert“, in dem der Schriftsteller nach den Gründen der Delegitimierung der Literatur in der DDR sucht.

Michael Hametner
11 Min
Der Autor Carsten Gansel

Der Autor Carsten Gansel

© Porträt Carsten Gansel, Foto: Wilhelm Frank

Das Buch: Der Autor sucht darin nach den Gründen für die Ausradierung und Delegitimierung der Literatur der DDR. Dass für Ostdeutsche der Widerspruch zwischen ihrer Erinnerung an gelebtes Leben (kommunikatives Gedächtnis) und den insbesondere in Politik und Medien vermittelten Bildern von Diktatur und Altlasten der DDR (offizielles kulturelles Gedächtnis) permanent größer wird, scheint die Betreiber dieser Auslöschung nicht zu stören.

Auf rund 380 Seiten unternimmt Gansel einen Gang durch die Literatur der SBZ und der folgenden vierzig Jahre DDR und prüft Leistungen und Niederlagen. Zudem zeigt er, in welcher Weise die Erfahrungen in und mit der DDR – einschließlich ihrer Literatur – den kritischen Blick auf die Gesellschaft, auch in der Gegenwart, motivieren.

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