Das Ergebnis war abzusehen: absoluter Minusrekord für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Und in Berlin als Regierungspartei abgewählt. Die Chance der Berliner CDU auf eine schwierige schwarz-grün-rote Kenia-Koalition war schon vor der Wahl minimal angesichts eines dunkelrot-grün-roten Linksbündnisses. Dass es für die CDU in MV jedoch ganz schlimm kommen würde, wagte am Sonntagabend um 18.00 Uhr in der Union noch keiner zu denken. Fünfeinhalb Stunden später jedoch herrschte auch hier vernichtende Gewissheit: Fünf-Prozent-Hürde gerissen – das gab’s für die CDU noch nie.
Zeitgleich als die ersten Prognosen für die beiden Wahlen verkündet wurden, saß im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin bereits das Präsidium der CDU um Kanzler Friedrich Merz zusammen. Die desaströsen Ergebnisse für Berlin und MV waren in der letzten Woche vor der Wahl für Merz und seine obersten Parteifreunde mehr oder weniger erwartbar. Zusammen wollten sie an diesem Wahlabend den künftigen Kurs so schnell wie möglich deutlich machen – mit Merz.
Ja, es soll also mit Merz weitergehen. Und der SPD als Koalitionspartner im Bund. Aber wie soll das funktionieren?
Wahlanalyse
CDU kaputt nach 80 Jahren: Merz will das Ende nicht wahrhaben
Nach der doppelten Wahlniederlage torkelt die Union einem katastrophalen Finale entgegen. Einem Kurswechsel steht Kanzler Merz im Weg. Wie lange noch?
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
SPD-Anhänger verfolgen bei der SPD-Wahlparty die Ansprache von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
© Christoph Soeder/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*