BERLIN. Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) fordert von ihrer Partei Nachbesserungen bei der Familienpolitik. Vor dem CDU-Parteitag am Sonntag sagte Süssmuth der Berliner Zeitung, für niedrige Einkommen solle das Kindergeld erhöht werden. Wenn die Union den Steuerzahlern den Kinderfreibetrag auf 8 000 Euro erhöhen wolle, müsse es für Geringverdiener ein entsprechend angepasstes Kindergeld geben. Dafür setze sich auch der Steuerexperte Paul Kirchhof als Mitglied des Schattenkabinetts der Union ein.Für wünschenswert erklärte Süssmuth zudem die Einführung eines Elterngelds und eines gebührenfreien Jahres im Kindergarten, wie es Rot-Grün im Wahlkampf vorschlägt. "Aber kurzfristig schaffen wir es finanziell nicht", räumte sie ein. Die Union verspreche im Wahlprogramm nichts, was sie meine, zur Zeit nicht leisten zu können. Seite 5
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