Ich habe die Treuhandzeit noch längst nicht vergessen. Ich war als Buchhalterin im Forschungszentrum des Kombinats „Fritz Heckert“ tätig, das bis 1990 rund 1.600 Menschen Arbeit gab. In der Wendezeit engagierte ich mich im Betriebsrat. Ich habe hautnah miterlebt, wie Entscheidungen getroffen wurden: Unser Betrieb wurde entwertet, nie hat jemand seinen wahren Wert bestimmt, die Belegschaft wurde übergangen, und schließlich verlor auch ich 1991 meinen Arbeitsplatz, so wie viele andere vor mir ihre Arbeit bereits verloren hatten.
Erzählsalon
Zwischen Aufstieg und Absturz: So ringt Chemnitz mit der Treuhandzeit
Der Erzählsalon zum Buch „Der große Schock“ bringt gegensätzliche Erfahrungen zusammen. Unsere Gastautorin Renate Mädig war einst selbst vom Ausverkauf betroffen.
Renate Mädig
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Rund 2.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie am fordern 1990 die Sanierung der Betriebe in der ehemaligen DDR und damit die Erhaltung von Arbeitsplätzen.
© Klaus Franke/dpa
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