Nato-Gipfel

China-Experte rechnet mit Westen ab: „Die Nato hat chinesisches Blut an den Händen“

Beim Nato-Gipfel in Den Haag wollen die Mitgliedstaaten eine massive Aufrüstung beschließen. Der chinesische Politologe Zichen Wang warnt vor einer gezielten Eskalation gegenüber China.

Raphael Schmeller
Raphael Schmeller
4 Min
Im März dieses Jahres führte die US-Marine ein Militärmanöver im Südchinesischen Meer durch.

Im März dieses Jahres führte die US-Marine ein Militärmanöver im Südchinesischen Meer durch.

© Aaron Favila/AP/dpa

Im Zuge des Ukrainekriegs hat die Nato eine strategische Neuausrichtung vollzogen. Russland gilt inzwischen als die „größte und unmittelbarste Bedrohung“ für die Sicherheit des Bündnisses. Doch auch China wird zunehmend ins Visier genommen – als „systemischer Rivale“, der die regelbasierte internationale Ordnung infrage stelle.

Diese Neubewertung schlägt sich nun auch militärisch nieder. Beim Nato-Gipfel in Den Haag, der an diesem Dienstag beginnt, geht es um drastische Aufrüstungsziele: Bis 2035 sollen die Mitgliedstaaten mindestens 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben – plus 1,5 Prozent für militärisch relevante Infrastruktur. Eine Forderung, die von US-Präsident Donald Trump stammt.

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