Vor drei Jahren prägte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Begriff des „De-Risking“. Gemeint war damals vor allem China: Europa sollte wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Lieferketten diversifizieren und sich gegen politischen Druck aus Peking widerstandsfähiger machen. Heute habe sich die geopolitische Debatte auf bemerkenswerte Weise verschoben und der Begriff des De-Risking werde ausgerechnet auf die Vereinigten Staaten angewandt, stellt Jon Finer in einem als Gastbeitrag gekennzeichneten Meinungsstück in der New York Times fest. Jon Finer war in der Regierung des US-Präsidenten Joe Biden bis 2025 Erster Stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater.
Geopolitik
Früher gegen China – jetzt gegen die USA: Wie sich Europas „De-Risking“-Strategie verändert
Der frühere US-Sicherheitsberater Jon Finer sieht einen Wandel der Weltordnung. Das „De-Risking“ sollte Europa ursprünglich unabhängiger von China machen. Nun werde diese Strategie auf die USA angewendet.
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© Marek Ladzinski/imago
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