Die Überschriften der deutschsprachigen Medien sind sich ähnlich: Chinas Wachstum bricht ein. „Chinas Wirtschaft in der Krise“, titelt zum Beispiel die NZZ. Richtig ist das nur, wenn man ausschließlich das 2. Quartal anschaut und unterstellt, es sei der Beginn eines neuen Abwärtstrends. Ein einziges Quartal mit dem niedrigsten Wachstum in den vergangenen zweieinhalb Jahren ist jedoch noch keine Krise. Vor allem nicht nach einem starken ersten Quartal mit 5 Prozent Wachstum. Zudem hat die Schwäche einen Grund: China hat Anfang des Jahres die Subventionen im E-Autobereich abgebaut. Das hat Berlin schon lange gefordert und schlägt nun im zweiten Quartal durch.
Ostasien
Chinas Wachstum schwächelt – aber von Krise kann keine Rede sein
Deutsche Medien sehen Chinas Wirtschaft in der Krise. Doch die Zahlen zeigen ein anderes Bild: Wachstum, Exporte und Industrie bleiben auf Kurs. Eine Kolumne.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Trotz schwächerem zweiten Quartal wächst die Wirtschaft der Volksrepublik weiter deutlich und bleibt ein zentraler Faktor der Weltwirtschaft.
© Imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*