Kriminalität

Einer der schlimmsten Vergewaltiger Großbritanniens: Chinesischer Student zu lebenslanger Haft verurteilt

Zhenhao Zou lockte seine Opfer in die Wohnung, betäubte sie mit K.-o.-Tropfen und filmte die Vergewaltigungen. Ein Gericht verurteilte ihn jetzt zu einer langen Haftstrafe.

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Zhenhao Zou gab sich als „wohlhabend, ehrgeizig und charmant“ aus, um das Vertrauen seiner Opfer zu gewinnen.

Zhenhao Zou gab sich als „wohlhabend, ehrgeizig und charmant“ aus, um das Vertrauen seiner Opfer zu gewinnen.

© Metropolitan Police/AFP

Der chinesische Student Zhenhao Zou ist wegen zahlreicher Vergewaltigungen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit einer Mindesthaftdauer von 24 Jahren verurteilt worden. Der 28-Jährige gilt als einer der schlimmsten Sexualstraftäter in der jüngeren Geschichte Großbritanniens, berichtet unter anderem The Guardian.

Zwischen 2019 und 2024 soll Zou mindestens 60 Frauen mit Hilfe von Drogen betäubt, vergewaltigt und heimlich dabei gefilmt haben. Die Taten beging er sowohl in London als auch in China. Das Gericht sprach ihn im März in 28 Fällen schuldig – darunter elf Vergewaltigungen an zehn Frauen, Freiheitsberaubung, Besitz von Drogen zur Begehung sexueller Straftaten sowie das Anfertigen von Voyeurismus-Videos und Besitz extremer Pornografie.

Vergewaltiger Zhenhao Zou betäubte Frauen mit K.-o.-Tropfen

Zou hatte seine Opfer meist über soziale Netzwerke oder Dating-Apps kontaktiert, sie in seine Wohnung im Londoner Stadtteil Elephant and Castle gelockt – oft mit Vorwänden wie gemeinsames Lernen oder ein harmloser Drink. Dort soll er sie dann mit K.-o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt haben.

Bei seiner Festnahme im Januar 2024 entdeckte die Polizei 58 Videoaufnahmen von Vergewaltigungen, aufgenommen mit versteckten Kameras. Die Aufnahmen zeigen, wie Zou die betäubten Frauen missbrauchte. Viele der Betroffenen stammen aus dem chinesischen Kulturkreis. Auf den Videos sind teils verzweifelte Bitten der Frauen zu hören, bevor sie das Bewusstsein verlieren.

Chinesischer Student sammelte Trophäen von seinen Opfern

Zous Festnahme wurde durch die Anzeige einer Frau im November 2023 ausgelöst. Ermittlungen zu einem früheren, zunächst eingestellten Fall wurden daraufhin erneut aufgenommen. Zou war zwischenzeitlich nach China geflogen, kehrte aber im Januar 2024 nach Großbritannien zurück, wo er verhaftet wurde. In seiner Wohnung fanden Ermittler unter anderem Designerartikel und eine Schachtel, die mutmaßlich Erinnerungsstücke an seine Opfer beziehungsweise Trophäen enthielt.

Vor Gericht zeigte sich Zou äußerlich ruhig und höflich, gab jedoch an, besonders Pornografie mit bewusstlosen Frauen zu bevorzugen. In seiner Aussage sagte er: „Ich mag es, wenn die Frau still und ruhig ist.“ Auf die Frage, ob auch schlafende Frauen seine Fantasie ansprechen, antwortete er: „Ja, das ist meine Lieblingsart.“

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Nach dem Urteil betonte die Londoner Polizei, dass weitere Opfer weiterhin ermittelt würden. Seit dem öffentlichen Fahndungsaufruf im März hätten sich bereits 24 weitere Frauen gemeldet. Die Ermittlungen dauern an. Polizei und Justiz appellieren an potenzielle Opfer, sich zu melden – ihnen werde mit „Empathie, Freundlichkeit und Respekt“ begegnet.

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