Bürgerbegehren sind in: In der nächsten Woche soll in Friedrichshain-Kreuzberg erneut eine solche Initiative zugelassen werden. Diese richtet sich gegen das Projekt Mediaspree, bei dem Milliarden für Büros, Wohnungen oder Hotels entlang der Spree investiert werden sollen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen es verhindern, damit ein 50 Meter breiter Uferstreifen für Strandbars oder eine Wagenburg frei bleiben. Wie kurzsichtig!Sicherlich, man kann über jedes Bürgerbegehren unterschiedlicher Meinung sein. Die einen wollen neue gebührenpflichtige Parkzonen einrichten, die anderen nicht, die einen möchten eine Rudi-Dutschke-Straße haben, die anderen lehnen die Umbenennung ab. Das sind Themen, die in Bezirken diskutiert und gelöst werden müssen. Gegebenenfalls auch mit Bürgerbegehren. Im Fall der Mediaspree würde es aber dem Wirtschaftsstandort Berlin schaden, wenn die Investitionen wegen 50 Meter Uferweg verhindert würden. Zumal der Zugang zur Spree auch nach derzeitiger Planung gewährleistet sein muss. Die Mediaspree ist eine Chance für Berlin, erst recht für das sozial schwache Friedrichshain-Kreuzberg. Weil dort kluge Menschen leben, sollten sie eines tun: sich nicht an dem Bürgerbegehren beteiligen. Seite 27
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