Ist das die Handschrift eines Berliner Clans? Nach einem versuchten Blitzeinbruch in ein Juweliergeschäft in Chemnitz Anfang April glaubt die Polizei, dass mehrere Täter und das Tatauto aus Berlin-Neukölln kommen könnten.
Deswegen startet die Polizei jetzt in der Hauptstadt einen Fahndungsaufruf und bittet auch Berlinerinnen und Berliner um Mithilfe.
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Der erste Tatverdächtige
© Polizei Sachsen
Das war passiert: Am Sonntag, 3. April, verübten gegen 21 Uhr vier unbekannte und maskierte Täter mit einem silbernen Mercedes-SUV in der Straße der Nationen im Stadtzentrum von Chemnitz einen sogenannten Blitzeinbruch auf ein Juweliergeschäft.
Blitzeinbruch in Chemnitz hatte für die Täter wenig Erfolg
Einer der Täter fuhr mit dem älteren M-Klasse-Modell mehrmals gegen die Schaufensterscheibe des Geschäfts, so dass diese zu Bruch ging. Die übrigen drei Täter versuchten daraufhin, in das Geschäft zu gelangen. Da sich der SUV allerdings im Schaufenster und auf einem dortigen Vorsprung festfuhr, musste das Quartett von seinen Plänen ablassen, den SUV zurücklassen und flüchten.
Ohne Beute gemacht zu haben, rannten die Maskierten zu einem gegenüber des Juweliergeschäfts abgestellten dunklen VW Golf VIII (auf dem Gehweg zwischen dem Kaufhaus „Galeria Kaufhof“ und dem Einkaufszentrum „Galerie Roter Turm“), mit dem sie vom Tatort flüchteten. Der Sachschaden durch den Einbruch wird auf mindestens 20.000 Euro geschätzt.
Überfall auf Juwelier in Chemnitz: Mercedes SUV wurde in Berlin gekauft
Die Polizei fand nun heraus, dass im Stadtteil Neukölln am 31. März die Mercedes M-Klasse gekauft wurde. Auch die am SUV angebrachten Kennzeichen wurden dort zwischen dem 31. März und dem 3. April gestohlen. Darüber hinaus sind die von den Tätern genutzten Handys am 2. April 2022 in einem Neuköllner Geschäft aktiviert worden.
Der zweite Tatverdächtige
© Polizei Sachsen
Der dritte Tatverdächtige
© Polizei Sachsen
Nachweislich befanden sich demnach mindestens zwei Täter am Tag des Blitzeinbruches, gegen 19.45 Uhr, in Chemnitz. Zeugen fiel der SUV in der Alten Poststraße in Burkhardtsdorf (Erzgebirgskreis) an jenem Abend auf. Der Wagen hatte gefälschte Dresdner Kennzeichen.
Im nächsten Moment bestiegen zwei Männer den SUV und fuhren damit los. Klar ist auch, dass die Täter im VW Golf, dem Fluchtauto, vom Chemnitzer Stadtzentrum über die Weststraße (Ortsteil Kaßberg) in Richtung Ortsteil Rabenstein fuhren, um vermutlich auf die Bundesautobahn 72 oder die Bundesautobahn 4 zu gelangen.
Bei der kriminaltechnischen Untersuchung des sichergestellten Mercedes fanden Polizisten unter anderem einen Feuerlöscher, der mutmaßlich von den Tätern genutzt werden sollte, um Spuren zu vernichten. Der sechs Kilogramm schwere ABC-Pulverlöscher stammte aus Chemnitz.
Die Polizei Berlin und die Polizei Sachsen fragen
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Hinweise an: Polizeidirektion Chemnitz, Hartmannstraße 24 in 09113 Chemnitz, Telefon: +49 (0) 371 387-3448
Polizeibericht Berlin
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