Clinton kritisiert Wikileaks

Akten sollen Folter im Irak belegen

AFP
1 Min

Dubai Der arabische Fernsehsender Al Dschasira hat unter Berufung auf geheime US-Militärdokumente im Besitz der Internetplattform Wikileaks neue Informationen über den Irak-Krieg enthüllt. Die Dokumente belegten "zahlreiche Fälle von Folter und Missbrauch irakischer Häftlinge durch irakische Polizisten und Soldaten", berichtete der Sender am Freitagabend. Die USA hätten die Folterpraktiken vertuscht. Die US-Armee habe laut den Militärdokumenten die Anweisung erhalten, nicht gegen die Folter einzuschreiten, berichtete Al Dschasira weiter unter Berufung auf Wikileaks.Ferner hieß es, während des Irak-Kriegs seien "Hunderte Zivilisten an den Checkpoints der US-Armee" getötet worden. Die Zahl der getöteten Zivilisten sei "viel höher als offiziell angegeben". Wikileaks verfügt nach Insider-Berichten über 400000 US-Dokumente zum Irak-Krieg. Außenministerin Hillary Clinton kritisierte die Veröffentlichung geheimer Akten scharf, weil sie das Leben von Soldaten und Zivilisten gefährden könne. (AFP)

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