Corona-Debatte

Corona: Die Verweigerung des Gesprächs ist keine Lösung

Es gäbe viel zu klären. Aber bisher findet die Debatte über Corona vor allem in abgeschlossenen Zirkeln statt. Das ist fatal. Ein Kommentar.

Torsten Harmsen
5 Min
Die sozialen Medien, die Kommunikation auf dem Smartphone spielten in der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle.

Die sozialen Medien, die Kommunikation auf dem Smartphone spielten in der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle.

© Sebastian Wells/OSTKREUZ

Es gibt eine echte Horrorvision auf der Plattform X, einst Twitter. Nutzer behaupten dort, dass die meisten Leute nach wiederholten Corona-Infektionen auf die Dauer schweres Long Covid entwickeln würden, sodass die Mehrheit der Menschen „in ein paar Jahren arbeitsunfähig“ sein werde. Die Pandemie sei noch lange nicht beendet. Nur Impfungen und eine „Null-Covid“-Strategie könnten die Katastrophe abwenden.

Eine ähnliche Katastrophe befürchtet eine andere Fraktion in den sozialen Medien – aber nicht wegen Corona, sondern wegen der massenhaften mRNA-Impfungen. Wie groß und irrational zum Teil die Impfpanik ist, sieht man zum Beispiel auf sozialen Medien wie TikTok unter Stichworten wie „Plötzlich und unerwartet“ oder „Turbokrebs“, die schlimme Folgen der Impfungen beschreiben sollen.

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