„Öffnen mit Sicherheit“

Corona-Modell in Tübingen: Boris Palmer begeistert von voller Innenstadt

Seit dem 16. März sind Restaurantbesuche und Shopping mit einem negativen Corona-Test für einen Tag möglich. Allerdings gibt es Ausschankverbot ab 20 Uhr.

Christian Gehrke Team News
2 Min
Dieses Bild postete Boris Palmer auf Facebook: Ein voller Biergarten an einem Freitagnachmittag in Tübingen – trotz Corona.

Dieses Bild postete Boris Palmer auf Facebook: Ein voller Biergarten an einem Freitagnachmittag in Tübingen – trotz Corona.

© Facebook/Boris Palmer

Das Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“, das in der 90.000-Einwohner-Stadt für drei Wochen laufen soll und von der Universität Tübingen wissenschaftlich begleitet wird, wird bundesweit aufmerksam beobachtet.  Es gibt auch kritische Stimmen, die den Alleingang in Corona-Zeiten schwierig finden. Im Kern geht es aber um die Frage: Welche lokalen Lockerungen sind durch einen intensiven Einsatz von Schnelltests möglich – ohne dass Infektionen ansteigen?

Mit dem Projekt kehrt jedenfalls Leben in die Innenstadt zurück. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) ist von den Bildern, die er am Freitagnachmittag aufgenommen hat und anschließend auf Facebook postete, sichtlich gerührt. Abgesehen von den Alltagsmasken sieht es fast aus wie vor der Corona-Pandemie. Das Modell-Projekt zieht aber auch Touristen an, die mit einem Tagesticket endlich wieder Normalität ausprobieren wollen. So schreibt Palmer auf Facebook. „@so schön war gestern Und nochmal der Appell: Heute nicht nach Tübingen reisen. Die Tickets sind schon weg.“ 

Boris Palmer war es am Freitag doch zu voll: Ausschankverbot

Boris Palmer wurde es dann am Freitagabend dann doch zu voll, und offenbar hatten sich vor lauter Freude nicht alle an die Corona-Regeln gehalten.   

Auf Facebook kündigte Boris Palmer ein Ausschankverbot ab 20 Uhr an. „Leider haben gestern Abend ziemlich viele eine Party daraus gemacht, die alle Corona-Regeln ignorierte. Ich verstehe es ja. Der Alkohol. Lange währender Freiheitsentzug. Frühlingstemperaturen. Es geht aber trotzdem nicht. Wenn unser Modellprojekt scheitert, weil abends die Viren verteilt werden, wird nicht nur Karl Lauterbach sagen, dass nur der Lockdown hilft. Deshalb appelliere ich dringend an alle, sich zu erinnern: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen zusammen stehen.“ Draußen sitzen könne man mit aktuellem Tagesticket doch noch bis 23 Uhr.

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