Am 16. November 2024 gegen 17 Uhr kam Karola M. auf freien Fuß. Die 75 Jahre alte Frau hatte eine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Lichtenberg verbüßt, Erzwingungshaft, zwei Tage lang. Es war der vorläufige Schlusspunkt einer langen Geschichte. Sie dreht sich um eine FFP2-Maske, die fehlt, und um ein Attest, das vorhanden ist. Um 88,50 Euro, wissenschaftliche Erkenntnisse und Behörden, die unbeeindruckt davon ein Verfahren bis zum Ende abspulen. Auch ein Schlaganfall kommt darin vor.
Die Geschichte der Karola M. beginnt mitten in der Corona-Pandemie am 20. März 2021. Sie steht für diese schwere gesundheitliche Krise und ihren Umgang damit. Sie könnte ein Beitrag sein für die Aufarbeitung, die sehr lange auf sich warten ließ und erst jetzt zaghaft anläuft. Fünf Jahre nach den ersten Fällen von Covid-19 in Deutschland. Oft noch als Rechtfertigung verhängter Maßnahmen, doch vielleicht folgen Lehren für die Zukunft daraus.
Corona-Maßnahmen
Berliner Rentnerin muss in Haft, weil sie keine Maske trug und ihr Attest nicht zeigte
Karola M. wird im März 2021 von der Polizei festgehalten, weil sie keine Maske trägt. Es entspinnt sich eine lange Geschichte, die in der JVA Lichtenberg endet.
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